In einem informellen Treffen der EU-Agrarministerinnen und -minister Ende September in Helsinki wurde über das Thema „Die Rolle der Landwirte im Klimaschutz neu gestalten – Förderung nachhaltiger Landwirtschaft durch Kohlenstoffspeicherung in Böden“ diskutiert. Dazu sollten Meinungen aufgenommen werden. 

Kohlenstoffspeicherung in Böden

Der finnische Ratspräsident legte folgende Fragen zur Diskussion vor (verkürzt und übersetzt ins Deutsche):

  • Gibt es adäquate politische Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Bodenkohlenstoffbindung und was ist der Planungsstand spezifischer Maßnahmen zur Erreichung nationaler Strategiepläne?
  • Gibt es bewährte Praktiken für eine verbesserte Kohlenstoffbindung in Böden, die anderen Mitgliedstaaten als Beispiel dienen könnten?

Das Diskussionspapier zeigt, dass die Bedeutung der Einlagerung von Kohlenstoff in Böden von der Politik nicht nur akzeptiert wird, sondern auch vorangetrieben werden soll. Unbedingte Vorreiter hier sind die skandinavischen Länder, die zur Zeit auch die größten Abnehmer von Pflanzenkohle sind.

Biomassehof als Vorreiter

Der Biomassehof ist ein Vorreiter!

Politische Diskussionen um den Klimaschutz in Verbindung mit Pflanzenkohle, Kohlenstoffeinlagerung und Humusaufbau sind seit drei Jahren bei uns im Programm. Endlich zieht die Politik nach. Fast - weil es in Deutschland und Bayern noch erheblichen Aufklärungs- und Nachholbedarf gibt.

Pflanzenkohle in der Landwirtschaft führt genau zu den gewünschten Zielen!

Gemeinsame Agrarpolitik zum Klimaschutz

Das Diskussionspapier der EU Agrarministerinnen und -minister zeigt eindeutig, dass konsequente Landnutzungsänderungen hin zu Agroforstwirtschaft der richtige Weg sind um den Kohlenstoffgehalt zu erhöhen, jedoch noch zu wenig vorgenommen wird. Es gibt jedoch - so das Papier - verschiedenste andere Initiativen, die darauf zielen, dass Landwirte kohlenstoffanreichernde Bewirtschaftungsmethoden anwenden - wie z.B. die bei uns Pflanzenkohle einkaufenden Landwirte. So möchte die Kommission die Kohlenstoffbindung als Leistung deklarieren und somit einen Anreiz für alle Mitgliedstaaten zur Bodenverbesserung schaffen. Ein Erfahrungsaustausch innerhalb der EU soll bestmögliche Erfolge sammeln.

Den Ansatz der Präsidentschaft, die gemeinsame Agrarpolitik zu nutzen um die Kohlenstoffbindung als neuen Wirtschaftsfaktor zu fördern, wird auch von Deutschland begrüßt: "Kohlenstoffspeicherung und Kohlenstoffanreicherung in den Böden haben großes Potential für den Klimaschutz. Zum einen kann der Atmosphäre CO2 entzogen werden, zum anderen fördert die Kohlenstoffanreicherung die Bodenfruchtbarkeit."

 

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Vorbericht zum Informellen Treffen der EU-Agrarministerinnen und -minister vom 22. bis 24. September in Helsinki (Finnland) 23. September 2019