Kempten. Memmingen. Kaufbeuren. "Wir freuen uns, dass das Allgäuer Bauernblatt dem Thema Pflanzenkohle aufgeschlossen gegenübersteht und es bereits zum ersten Meinungsaustausch kam", so Pflanzenkohlexperte Dr. Stefan Thiemann vom Biomassehof Allgäu. Bald dürfte wohl auch im "Allgäuer Bauernblatt" ein Beitrag erscheinen.

Ein vergessenes Wundermittel wird im Allgäu neu entdeckt

Pflanzenkohle wird seit Urzeiten in der Landwirtschaft eingesetzt, jedoch durch „moderne“ Methoden und Materialien ersetzt. Dabei löst der Einsatz von Planzenkohle so einige Probleme in der modernen Landwirtschaft wie Geruchsemmissionen, Nitratbelastung oder Antibiothika in der Tierhaltung. Mittlerweile belegen über 200 Studien, dass Pflanzenkohle zudem die Tiergesundheit, die Bodengüte und die Düngewirkung von Gülle und auch den Ertrag von Biogasanlagen verbessert.

Bald konkrete Ergebnisse im "Allgäuer Bauernblatt"?

"Zwar bietet Pflanzenkohle Landwirten enorme Möglichkeiten, umweltverträglich Kosten zu senken und Erträge zu steigern. Doch, wem nützt das, wenn keiner davon weiß? Es wäre daher wichtig, wenn sich das 'Allgäuer Bauernblatt' dem Thema annimmt. Immerhin wird es mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren von vielen Landwirten gelesen."

Derzeit dokumentiert der Biomassehof Allgäu bei zwei Versuchsbauernhöfen, wie sich Pflanzenkohle ganz konkret auf die Tiergesundheit, Stallklima und Gülle auswirkt. Ein landwirtschaftlicher Betrieb bei Landsberg am Lech und ein Biobetrieb bei Murnau arbeiten hier eng mit Dr. Thiemann zusammen. Unter anderem werden Ammoniakgehalte in der Stallfeuchte untersucht, regelmäßige tierärztliche Kontrollen durchgeführt und die Zellzahlen der Milch gemessen. Auf Versuchsflächen wird zudem dokumentiert, wir der Boden und das Pflanzenwachstum unter der Ausbringung von Kohlegülle verändert. Zum Spätsommer werden erste Versuchsergebnisse erwartet. Man darf gespannt warten, ob das „Allgäuer Bauernblatt“ hierzu etwas veröffentlicht.

 

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