Mit Pflanzenkohle Böden verbessern! In der Sendereihe "Unser Land" des Bayerische Rundfunks, ging es am 17.11.2017 genau um dieses Thema. "Nach der Sendung kamen viele Landwirte zum Biomassehof und nahmen gleich Kohle mit oder liesen sich beraten. Da der Beitrag hervorragend ist, geben wir Ihnen die Gelegenheit ihn hier gleich auf unseren Seite anzuschauen" so Pflanzenkohleexperte Dr. Stefan Thiemann.

"Mit Pflanzenkohle Böden verbessern" (Autorin Doris Fenske, Bayerischer Rundfunk 2017)

Kaum einer weiß, dass Pflanzenkohle sich hervorragend in der Landwirtschaft einsetzen lässt, im Ackerbau oder im Kuhstall. Mit der "geheimnisvollen Wirkung" von Pflanzenkohle kann man die Fruchtbarkeit seiner Böden steigern, ohne Mineraldünger zu streuen.

Im Zentrum der Dokumentation des Bayerischen Rundfunks standen die Erfahrungen von Thomas Unkelbach, der seinen Hof mit Viehhaltung und Ackerbau bewirtschaftet. In den Statements, die der Landwirt dem Bayerischen Rundfunk gab, zeigte er sich mehrfach begeistert vom Einsatzpotenzial von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft.

So begeistert, dass er beschloss - allen bürokratischen Hindernissen zum Trotz - seine Pflanzenkohle selbst herzustellen. Der Beitrag zeigt auch, wie Thomas Unkelbach in seiner Carbonisierungsanlage umweltschonend Gartenabfälle und gehäckselten Strauchschnitt zu Pflanzenkohle "verkohlt".

Klimaschutz und zudem den Düngewert der Gülle teilweise verdoppelt

"Ja, es war Wahnsinn, was man mit der Kohle, wenn man sie in der Landwirtschaft einsetzt, an Bodenaufbau und an Nährstoffstabilität erreichen kann und dadurch einen Nutzen für Pflanzenwachstum, gesündere Pflanzen und weniger Verluste bei der organischen Düngung hat." Landwirt Thomas Unkelbach, Quelle: Bayerischer Rundfunk 2017

Doch Thomas Unkelbach kippt seine Kohle nicht einfach auf seine Felder, sondern bringt sie täglich in den Stall. "Kohle setzt ich immer da ein, wo viele Nährstoffe sind und wo ich die Gefahr habe, Nährstoffe zu verlieren. Mit der Kohle speichere ich diese Nährstoffe. Es macht Sinn, die Kohle im Stall sobald wie möglich einzusetzen, wenn der Kot oder die Gülle anfällt, um sofort Ammoniak und Nitrat aufzunehmen", erläutert in der Sendung der Landwirt (Quelle: Bayerischer Rundfunk 2017).

Entweichen die Nährstoffe aus der Tierhaltung nicht schon im Stall, ist das auch aktiver Klimaschutz. Denn die gasförmigen Stickstoff Verbindungen aus der Gülle sind sogar noch schädlicher als Kohlendioxid. So kann der Landwirt nun mit gutem Gewissen seine Gülle ausbringen. Nicht nur die Verluste an die Atmosphäre oder in das Grundwasser gehen, sind minimiert:

"Der Effekt der Kohle ist, dass sie einfach Nährstoffe speichert. Wie ein Schwamm zieht sie diese Nährstoffe an und gibt sie erst dann her, wenn die Pflanzenwurzeln hinwurzeln und sich diese wieder holen", so Thomas Unkelbach. "Es ist für den Landwirt tendenziell interessant, weil er den Düngewert der Gülle teilweise sogar verdoppeln kann und sich damit einfach einen Mineraldünger spart. Es hat dann den weiteren positiven Effekt, dass man weniger fossile Energie braucht, um die Pflanzen zu düngen oder um den Boden zu ernähren." (Quelle: Bayerischer Rundfunk 2017)

Dass die Kohle die Nährstoffe in der Gülle zurückhält, erkennt Thomas Unkelbach auch an seinen Wiesen. Stickstoffzeiger-Pflanzen gibt es hier nur noch in kümmerliche Form.