Hochwertige Massivholzhäuser aus regionalem Holz, ohne Leim und Chemie, aufgebaut in Rekordzeit - vorgefertigte Wände machen es möglich! Diese werden vor Ort als "Baukasten" nur noch zusammengesetzt. Mit vier Gesellschaftern aus der Holzbranche gründete der Biomassehof Allgäu die "R3 Massivholzbau GmbH", die nun 2018 bei Landsberg eine Fertigungslinie für diese Wandelemente errichtet.

Hochwertiger Massivholzbau ohne Leim und Chemie nach dem „Baukastenprinzip“: So entsteht in Rekordzeit ein Holzhaus aus MHM-Wandelementen. Diese sind nach dem jeweiligen Architektenplan maßgeschneidert vorgefertigt.

Biomassehof Allgäu stellt Produktionshalle zur Verfügung

So produziert der Biomassehof Allgäu künftig seine Massiv-Holz-Mauer (MHM)- Wandelemente: Die Vollholzwand entsteht aus Lagen beliebig breiter, getrockneter 24 Millimeter dicker Nadelholzbrettern. Diese sind mit vielen kleinen Nuten profiliert. Stehende Luftschichten bewirken so als Polster einen rund 20 Prozent besseren Dämmwert der MHM-Wandelemente als bei Vollholz.

Mit dem Einstieg in die "R3 Massivholzbau GmbH" betritt der Biomassehof Allgäu ein neues Geschäftsfeld.

Für die Fertigung der Massiv-Holz-Mauer (MHM)-Wandelemente bringt er seine 3.200 m² große Produktionshalle ein, die im Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Sägewerksgelände der Holzwerke Pröbstl GmbH liegt. Das Gebäude wurde noch bis Ende 2016 zum Betrieb einer Starkholzsäge genutzt.

Die Herstellung der MHM-Wandelemente erfolgt hier demnächst auf einer automatisierten Fertigungsanlage der Firma Hundegger, einem weltweit tätigen Maschinenbauunternehmen, das sich auf die Produktion von Holzbearbeitungsmaschinen spezialisiert hat.

 

MHM – gerade für kleine Zimmereien ein lukratives Geschäft!

Und die Marktaussicht? Wohl bestens! Holzhäuser sind nachhaltig und gerade in Ballungsräumen ein Trend. Der Produktionsstandort liegt entsprechend in Asch bei Landsberg optimal vor den Toren Münchens.

Laut Projektleiter Thomas Fürmetz vom Biomassehof muss man sich auch für den Absatz in der Anfangszeit nicht sorgen:

"Unsere Mitgesellschafter sind Architekten, Zimmereien und Holzbauunternehmen, die selbst MHM – Elemente verwenden und ein vitales Interesse daran haben, dass diese neue Fertigungslinie entsteht. Wir werden dann gezielt gerade auch kleinere und mittelgroße Zimmereibetriebe ansprechen. Diese können nun mit der Endmontage ganz einfach groß im Holzbau einsteigen. Mit der MHM-Fertigungslinie bietet wir ihnen gewissermaßen eine verlängerte Werkbank an".

 

Dipl.-Volksw. Gerald Härtlein