Als sich ständig erneuernde Systeme, die von der Energie der Sonne in Gang gehalten werden, gehören Wälder zu den letzten großflächigen Ökosystemen in Deutschland. Ein Drittel der Fläche Deutschlands und auch Bayerns sind mit Wäldern in den verschiedensten Ausprägungen bedeckt.  Waldwirtschaft gehört zu den naturnächsten Bewirtschaftungsformen überhaupt.

Ein Produkt des Waldes ist Holz, das als sehr vielseitig einsetzbarer Rohstoff den Menschen sein Leben lang begleitet. Möbel, Dachstühle und Holzbau, Fußböden, Spielgeräte und Papier sind fast immer aus Holz und begegnen uns täglich.

Holz ist aber auch ein wichtiger Energieträger. Vor zweihundert Jahren kam die Energie zum Heizen und Kochen fast ausschließlich vom Holz. Energie aus Holz erlebt in den letzten Jahren eine Renaissance, da es eine Menge an ökologischen und ökonomischen Vorteilen bietet.

Neben der Produktion von Holz erfüllt der Wald aber auch eine Reihe weiterer wichtiger Umweltfunktionen.

Besonders wichtig sind die Schutzfunktionen für unsere Luft, unser Wasser und den Boden. Wald filtert mehrere Tonnen atmosphärischen Staub und Partikel pro Jahr und Hektar aus der Luft. Wald fungiert als Wasserfilter und reguliert den Wasserhaushalt, spielt bei der Trinkwassergewinnung eine zentrale Rolle und verhindert durch die Durchwurzelung Bodenerosion in steilen Lagen. Wald hat einen ausgleichenden Einfluß auf das Lokalklima und beherbergt eine Vielzahl an Biotopen und bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Und nicht zuletzt suchen viele Menschen in ihrer Freizeit den Wald als Ort der Erholung auf.