Liebe Kunden und Mitglieder des Biomassehofs,

langweilige Jahresausblicke und Ansprachen haben Sie sicher genug gehört und gelesen. Ich möchte es spannend versuchen. Denn das Jahr 2016 wird es garantiert!

Ich werde oft gefragt, ob wir als größter Holzbrennstoffhändler im Allgäu und Betreiber eines Pelletwerks den niedrigen Ölpreis fürchten. Um es vorwegzuschicken: Nein! Sicher werden momentan weniger Pellets-, Hackschnitzel- und Scheitholzheizungen installiert. Doch wer aufmerksam den Markt studiert, kann nur zu einem Schluss kommen:

 

Der Ölpreis steigt: Da ist so sicher wie das Amen in der Kirche !

Denn wegen der momentanen Ölpreis-Talsohle kürzen die großen Ölgesellschaften rigoros ihre Etats, die dazu dienten neue Vorkommen zu erschließen. Diese sind aber unbedingt nötig die sinkende Ergiebigkeit der bestehenden grossen Ölfelder aufzufangen. Eine neue Ölknappheit ist so mittelfristig vorgezeichnet.

Kurzfristig steht jedoch die amerikanische Fracking-Industrie, die das weltweite Ölüberangebot auslöste, vor dem Aus: Unter einem Preis von 60 Dollar lohnt es sich nicht mehr teuer Öl aus Schieferstein zu pressen. So sank mit dem Ölpreisverfall die Zahl der aktiven Bohrlöcher 2015 rapide. Die ansetzende Pleitewelle der Fracking-Industrie wird sich fortsetzen und schon 2016 einen deutlichen Wendepunkt auf dem Ölmarkt markieren.

 

Es kann plötzlich und heftig geschehen: Rohstoffspekulationen beschleunigen und übertreiben Preistrends!

Der ehemalige Chef-Volkswirt der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCAT), Heiner Flassbeck, brachte es auf den Punkt: Auf dem spekulationsgetriebenen Ölmarkt steigen und fallen die Preise wie Aktienkurse. Als Investmentbanken, Hedgefonds, große Staats- und Pensionfonds noch an ein grenzenloses Wachstum Chinas glaubten, setzen sie und auf eine zukünftige Ölknappheit. So trieben sie den Preis in schwindelerregende Höhen. Erst das ermöglichte es aufwendige Tiefseebohrungen zu finanzieren. In Kanada wurde nun auch kostenintensiv "unkonventionelles Öl" aus Ölsandvorkommen gewonnen, in den USA Öl aus Fracking.

Angesichts der so ausgelösten Ölschwemme glauben nun die Finanzinvestoren an ein "Zeitalter billigen Öls" und verstärken den Preisverfall zum Sturz in ungeahnte Tiefen. Doch mit dem damit verbundenen Aus der Fracking-Industrie kippt das Erwartungsklima wieder in die andere Richtung. Ein Preissprung nach oben ist vorgezeichnet! Übrigens: Immer mehr Finanzexperten erwarten steigende Ölpreise und empfehlen gerade jetzt in Öl zu investieren. Noch Fragen?

 

Wichtiger denn je: Global denken, lokal heizen!

Kurzum, Sie liegen goldrichtig, wenn Sie weiterhin mit Holz aus der Region heizen. Holzbrennstoffe aus der Region machen Sie unabhängig vom Weltmarktgeschehen und von turbulenten Preissprüngen! Und für die Umwelt ist ein Heizen mit "Holz auf kurzen Wegen" sowieso am Besten: Mit Pellets, Scheitholz, Holzbriketts und Hackschnitzeln ersetzen der Biomassehof Allgäu und sein Pelletwerk jährlich 33 Millionen Liter Heizöl. Das erspart der Umwelt 95.000 Tonnen CO2 – gut das Vierfache, wie alle 30.000 Berufspendler der Stadt Kempten mit ihrem Auto emittieren!

Einen angenehmes Jahr wünschen Ihnen

Ihr
Peter Schweinberg und alle Biomassehof- Mitarbeiter

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