Wussten Sie, dass der Biomassehof eine Genossenschaft ist?

Wussten Sie, dass der Biomassehof eine Genossenschaft ist?

"Holzbrennstoffe aus der Region, in verschiedenen Sortierungen und hoher Qualität": Mit dieser Geschäftsidee versorgt der Biomassehof in Kempten mittlerweile zuverlässig über 10.000 End- und Geschäftskunden. Seit 2017 erschließt er mit "Pflanzenkohle für Landwirte" ein vielversprechendes neues Geschäftsfeld.

Der Biomassehof Allgäu wurde 1997 auf Initiative der „Waldbesitzervereinigung Kempten Land und Stadt e.V.“ gegründet. Seit 2008 ist er eine Genossenschaft. Als Mitglieder beteiligt sind:

  • Die Firma Dorr aus Kempten, der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK), die Raiffeisenbank im Allgäuer Land, die Stadt Kempten sowie mittelständische Firmen aus der Holzbranche.
  • Die vier Waldbesitzerzusammenschlüsse WBV Kempten, FBG Oberallgäu, WBV Westallgäu und FBG Memmingen, die das Holz von über 8.000 Privat- und Kleinwaldbesitzern vermarkten.
  • Mehr als 300 Privatpersonen, darunter überwiegend Waldbesitzer sowie Kunden, die sich als Holzheizer beteiligt haben.

Zitat Peter Schweinberg

"Heimisches Holz ist eine zukunftssichere und nachhaltige Energiequelle. Wozu noch Holzimporte, wenn im Allgäu genug Holz nachwächst? Den Biomassehof Allgäu tragen Waldbesitzer, solide Unternehmen und Privatpersonen. Genossenschaften sind Trend. Hier setzt der Biomassehof ein viel beachtetes Zeichen für eine lokale Energiewende auf dem Wärmemarkt. Mit dem Angebot von Pflanzenkohle erfolgt zudem ein wichtiger Impus für eine nachhaltigere Landwirtschaft. Machen auch Sie mit!"

Peter Schweinberg, Vorstandsvorsitzender Biomassehof Allgäu eG

Bei Holzbrennstoffen der Marktführer im Allgäu

Text Marktführer

In einem kalten oder langen Winter überbrückt der Biomassehof Allgäu Engpässe, die in der Region eine kleinteilige Angebotsstruktur hervorrufen kann. Nicht nur seine Freiland- und Hallenlagerkapazität in der Größe von zwölf Fußballfeldern machen ihn zum „Versorger der Region und darüber hinaus“. Der Biomassehof bereitet als Produzent seine Holzbrennstoffe überwiegend selbst auf.

  • Vorab gespaltenes Scheitholz wird technisch in zwei solaren Trocknungskammern getrocknet. Es steht dann als ofenfertiges Kaminholz in zwei wettergeschützten Längshallen zur Abholung oder Lieferung bereit.
  • Für die Herstellung von Hackgut organisiert der Biomassehof vor Ort im Wald den Maschineneinsatz und Transport. Auf seinem 20.000 m2 großen Freilandareal werden schließlich durchschnittlich 10.000 m3 waldfrische Hackschnitzel für Großanlagen gelagert und getrocknet.
  • Mit der Firma Dorr aus Kempten betreibt der Biomassehof seit 2012 das Pelletwerk Dorr-Biomassehof in Asch bei Landsberg. Die Pellets werden seit 2015 auch lose oder als Sackware direkt vom Werk an Kunden im Allgäu und Oberbayern geliefert.
  • Bei getrockneten Hackschnitzeln, Holzbriketts und Anzündhilfen agiert der Biomassehof als Händler, der für attraktive Preise große Mengen bündeln kann.

Fototext Marktführer

Über das Allgäu hinaus ist der Biomassehof ein Vorbild. Seine Größe und Rolle als „der" Brennholzhändler der Region locken Besucher aus dem In- und Ausland auf das 17 Hektar große Betriebsgelände eines ehemaligen Munitionsdepots bei Kempten. Seit 2015 besteht mit der neuen Nordspange ein hervorragender Verkehrsanschluss.

 

Beim Biomassehof sicher und gezielt Geld in die Region investieren

Text: Beim Biomassehof sicher und gezielt Geld in die Region investieren

Seit 2015 bietet der Biomassehof auch seinen Kunden an, sich an ihm zu beteiligen. Genossenschaftsmitglieder erhalten fünf Prozent Einkaufsrabatt auf ihre Holz – und Pelleteinkäufe sowie eine bevorzugte Liefergarantie. Bereits über 300 Holzheizer haben sich am Biomassehof Allgäu beteiligt.

  • Wer einen Biomassehof-Genossenschaftsanteil erwirbt und Biomassehof-Eigentümer wird, legt somit seine Ersparnisse direkt und nachhaltig in der Region an. Der Biomassehof verwendet die neuen Einlagen ausschließlich dafür, seine Geschäftsfelder weiter auszubauen und abzusichern.
  • Die Genossenschaftssatzung sorgt ferner dafür, dass vor allem Kleinanleger weitreichende Kontroll- und Mitbestimmungsrechte haben.
  • Als Genossenschaft steht auch die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder, die alle Eigentümer des Biomassehofs sind, im Vordergrund.

Mit Planzenkohle Trendsetter für eine nachhaltigere Landwirtschaft

Text: Pflanzenkohle

Biomasse ist vielfach zu kostbar, um nur verbrannt zu werden! Seit 2017 etabliert der Biomasse Allgäu ein neues Geschäftsfeld: "Pflanzenkohle" wird heute mit modernen Pyrolyseverfahren aus Biomasse (Grünabfällen, Hackschnitzeln, Nussschalen oder Getreidespelzen) gewonnen. Sie lässt sich ertragreich und ökologisch sinnvoll in der Landwirtschaft einsetzen.

Der Biomassehof Allgäu

  • führt für die Einsatzfelder Tierfütterung, Stalleinstreu, Güllezusatz und Biogasvergärung die jeweils optimal passenden Pflanzenkohlesortimente
  • dokumentiert auf zwei Vorzeigebauernhöfen die Auswirkung der Pflanzenkohle auf die Tiergesundheit, Stallklima und Gülle
  • bietet zudem für Landwirte individuelle Beratungen und Seminare an

Fototext Pflanzenkohle

"Pflanzenkohle wird seit Jahrhunderten in der Landwirtschaft eingesetzt. Doch das alte Wissen ging fast verloren. Dabei bietet heute Pflanzenkohle ein Riesenpotenzial für eine umwelfreundlichere und zugleich ertragreichere Landwirtschaft."

Ignaz Einsiedler, Aufsichtsratsvorsitzender Biomassehof Allgäu eG

 

7 Gründe, warum Sie beim Biomassehof Allgäu besonders nachhaltig kaufen!

Text: 6 Gründe, warum Sie beim Biomassehof Allgäu besonders nachhaltig kaufen

Nur regionales Holz auf „kurzen Wegen“ ist umweltfreundlich und kommt nachhaltig der heimischen Wirtschaft zugute. Wald hat im Allgäu Tradition. Das Allgäu kann sich selbst mit Holzbrennstoffen versorgen und so zur Energiewende auf dem Wärmemarkt beitragen. Bei der Inwertsetzung der heimischen Ressource Holz und bei einem nachhaltigen Einsatz von Biomasse in der Landwirtschaft bewirkt der Biomassehof Allgäu einiges! Und auch Sie:

1. Die Holznachfrage bleibt in der Region

Text: 1. Die Holznachfrage bleibt in der Region

Der Biomassehof Allgäu stemmt sich erfolgreich gegen globale Holzmärkte und gegen  Holzimporte! Kaufen Sie Holzbrennstoffe beim Biomassehof, fließen Ihre Ausgaben in die Allgäuer Wirtschaft zurück und nicht in das restliche Deutschland oder in das Ausland ab.

  • Vom Biomassehof Allgäu profitieren unmittelbar acht mittelständische Sägewerke, zehn Forstlohn-, sowie zwei Logistik- und drei Hackunternehmen.
  • Der Klein- und Privatwaldbesitz, der im Allgäu mit Wettbewerbsnachteilen zu kämpfen hat, wird gestärkt. Die Forstzusammenschlüsse WBV Kempten, FBG Oberallgäu, WBV Westallgäu und FBG Memmingen beliefern als Mitglieder den Biomassehof mit Forstresten und Schwachholz für die Hackschnitzel- und Brennholzaufbereitung.
  • Vom Pelletwerk Dorr-Biomassehof als Abnehmer von Sägespänen profitieren insgesamt 22 Forstzusammenschlüsse, die die Holzmengen von 25.000 Klein- und Privatwaldbesitzern an die Zuliefersägewerke liefern.
  • Der Biomassehof beliefert die BioEnergie Allgäu (BEO) mit waldfrischen Hackschnitzeln für das Holzheizwerk, das die komplette Sonthofener Innenstadt mit Fernwärme versorgt.
  • Auch der Zweckverband für Abfallwirtschaft in Kempten (ZAK) bezieht als Biomassehof-Gründungsmitglied waldfrische Hackschnitzel für sein Holzheizkraftwerk. Dieses wird auch mit Altholz von 36 Wertstoffhöfen befeuert und unterstützt im Winter das Müllheizkraftwerk Kempten.

Fototext Hagemüller

Nachhaltigkeit ist mehr als Brennstoffhandel: Von der Wirtschaftstätigkeit des Biomassehofs profitieren im Allgäu und Oberbayern 25.000 Klein- und Privatwaldbesitzer.

2. Nachhaltige Waldbewirtschaftung und sinnvolle Holznutzung

Text: 2. Nachhaltige Waldbewirtschaftung und sinnvolle Holznutzung

Als Produzent und Händler stützt der Biomassehof eine sinnvolle Holznutzung als auch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung! Im naturnahen Waldbau ist die deutsche und bayerische Forstwirtschaft international ein Vorbild.

  • Mit seinem Einzugsbereich verwendet der Biomassehof fast nur PEFC-zertifiziertes Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Über 60 Prozent des Waldes im Allgäu ist in privater Hand. PEFC erlaubt es vor allem kleinen Privatwaldbesitzern in die Waldzertifizierung einzusteigen.
  • Zur Brennholzaufbereitung des Biomassehofs gelangt vorwiegend schwächeres Holz, das als Sägerundholz aufgrund der Krümmung, zu geringem Durchmesser oder sonstigen Holzmerkmalen nicht infrage kommt.
  • Für die Pelletherstellung im eigenen Werk werden nur Sägereste verwendet. Es geschieht somit keine Vollbaumnutzung, bei der ganze Bäume zu Pellets verarbeitet werden. Diese ist in den USA, Osteuropa, Skandinavien üblich und teilweise schon in Deutschland verbreitet. Es ist auch nachhaltiger, das gesägte Stammholz in erster Linie als Bau- und Werkstoff zu verwenden. Auf diese Weise bindet es auf längere Zeit klimaschonend Kohlenstoff.

 

Fototext Pelletwerk

Eigene Pelletproduktion: Das Pelletwerk in Asch bei Landsberg produziert im Jahr 50.000 Tonnen Pellets. Das Fichtenholz, das die Zuliefersägewerke schneiden, stammt aus dem Allgäu und Oberbayern.

3. Nur bewirtschaftete Wälder sind gut für den Klimaschutz

Text: 3. Nur bewirtschaftete Wälder sind gut für den Klimaschutz

Holzbrennstoffe vom Biomassehof Allgäu fördern eine heimische Waldnutzung. Diese kommt auch dem Klimaschutz zugute: Denn bewirtschaftete Wälder entziehen der Atmosphäre laufend CO2, da sie sich in einem ständigen Aufbau befinden. Bei einer Nichtnutzung und mit zunehmendem Alter der Bäume nimmt diese Fähigkeit immer mehr ab (Institut f. Holzforschung, Weihenstephan, TU München).

  • Jährlich fahren alle Berufsein- und auspendler der Stadt Kempten über 235 Millionen Kilometer zur Arbeit. Fahren 70 Prozent mit dem Auto, belastet das die Umwelt mit 26.000 Tonnen CO2. Bereits das 6.700 ha große Duracher Forstrevier um Kempten kompensiert diese Emissionen um das Dreifache.
  • Wachsen im Allgäu jährlich eineinhalb Millionen Festmeter Wald nach, werden zwei Millionen Tonnen CO2 gebunden. Erst wenn so viel Holz geschlagen wird wie nachwächst, ist die Nachhaltigkeitsgrenze erreicht. Hier würde das nachwachsende Energieholz nur noch so viel CO2 entziehen wie beim Verbrennen wieder frei wird. Dennoch wird weiter indirekt massiv CO2 reduziert, da Gas- und Ölheizungen ersetzt werden.

Fototext Hagemüller Holzentastung

Der Biomassehof Allgäu fördert und fordert eine heimische Waldbewirtschaftung: An ihm sind viele Klein- und Privatwaldbesitzer beteiligt.

4. Kurze Wege: So behält Holz seine gute Klimabilanz

Text: 4. Kurze Wege: So behält Holz seine gute Klimabilanz

Beim Holzheizen entstehen keine klimaschädlichen Treibhausgase. Anders als Öl und Gas verbrennt Holz CO2-neutral. Beim Wachsen verbraucht ein Baum genau so viel CO2, wie beim Verbrennen des Holzes wieder entsteht. Der Biomassehof leistet hier mit der Bereitstellung von Holz aus der Region einen wertvollen Beitrag. Holz muss nicht CO2–aufwendig auf langen Strecken importiert werden und behält somit seine gute Klimabilanz.

  • Derzeit ersetzen der Biomassehof und sein Pelletwerk in Asch pro Jahr 33 Millionen Liter Heizöl. Das heißt konkret für die Umwelt: 95.000 Tonnen weniger CO2! (Hier ist auch berücksichtigt, dass bei der Produktion und Bereitstellung von Holzbrennstoffen in einem geringen Umfang CO2 entsteht.)

Fototext Solare Trocknung

Holz ist gespeicherte Sonnenenergie. Auch bei seiner technischen Trockung setzt der Biomassehof Allgäu mit zwei solaren Trocknungskammern auf die Kraft der Sonne.

5. Keine Sorge: Im Allgäu wächst genug Holz nach !

Text: 5. Keine Sorge: Im Allgäu wächst genug Holz nach !

Woher kommt das Holz, das ein Baumarkt oder ein Händler anbietet? Heute kostet es nur noch wenig, es über weite Strecken zu transportieren. Beim Biomassehof können Sie sicher sein, dass Sie nur heimische Holzbrennstoffe kaufen. Sie helfen mit, dass sich Heizen mit regionalem Holz verbreitet. Hierbei ist noch viel Luft nach oben!

  • Im Allgäu wird ein Drittel des jährlich nachwachsenden Holzes nicht genutzt. Bei normaler Nutzung wäre davon die Hälfte Energieholz – genug um noch 71.000 Zweipersonenhaushalte mit Fernwärme sowie 54.000 Einfamilienhäuser mit Brennholz- und Pelletkessel zu beheizen!

Fototext Holzabholung

Zwei Längshallen überdachen ein Holzlager von 13.500 m3. Kunden können beim Biomassehof Holz wettergeschützt selbst abholen oder es sich liefern lassen.

6. Energiewende im Allgäu: Genossenschaften statt Großkonzerne

Text: 6. Energiewende im Allgäu: Genossenschaften statt Großkonzerne

Der Wärmemarkt hat mit 40 Prozent den größten Anteil am Energieverbrauch Deutschlands und damit das größte Potenzial, klimaschädliche CO2-Emissionen zu reduzieren. Zudem häufen sich die geopolitischen Konflikte um Öl und Gas. Eine möglichst unabhängige Energieversorgung wird immer wichtiger! Wo immer es geht, sollte die Energiewende in den Regionen mit Sonne, Wind und heimischen Ressourcen erfolgen. Holz gehört hier im Allgäu schon immer zum Leben und hat Zukunft.

  • Indem der Biomassehof Heizen mit Holz aus dem Allgäu verbreitet und als Genossenschaft neben Klein- und Privatwaldbesitzern auch Bürgern eine Beteiligung ermöglicht, verankert er die Energiewende fest in der Region.
  • Sowohl die Nachfrage nach Holzbrennstoffen als auch die Ersparnisse bleiben auf diese Weise in der Region: Im Allgäu wird die Wertschöpfungskette "Wald – Holz – Wärme" geschlossen und die heimische Holzwirtschaft gestützt.

7. Agrarwende im Allgäu: Mit Pflanzenkohle werden Landwirte aktive Klimaschützer

Text: 7. Agrarwende Allgäu

Pflanzenkohle steigert nicht nur landwirtschaftliche Erträge. Sie besitzt ein grosses Potenzial für den Kampf gegen den Klimawandel. Bei der Herstellung von einer Tonne Pflanzenkohle werden ca. 3,6 Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre entzogen und nach Verwendung in der Landwirtschaft dauerhaft in den Böden eingelagert (Im Vergleich: Der durchschnittliche PKW stößt bei einer Fahrleistung von 10.000 km ca. 1,5 Tonnen Kohlendioxid aus)!

Doch Pflanzekohle trägt nicht nur als Kohlenstoffspeicher zum Klimaschutz bei. Sie

  • mindert den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung
  • verringert den Methan- und Ammoniakausstoß in den Ställen
  • senkt die Nitratbelastungen der Gewässer
  • verbessert den Humusaufbau und die Bodenfruchtbarkeit

Fototext

Nachhaltigkeitsdimensionen von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft