Heizen mit Pellets: regional, umweltfreundlich und zukunftssicher

Die Auswahl an Heizungsanlagen ist für Eigenheim- und Immobilienbesitzer groß. Vor der Entscheidung gilt es viele Fragen zu klären. Welche Kosten fallen für eine Anlage an? Mit welchen Kosten muss ich für Öl, Gas oder Pellets rechnen? Wie sicher ist die Versorgung auf lange Sicht? Wie nachhaltig sind die eingesetzten Brennstoffe? Veröffentlicht am 09.02.2021

Martin Eger

Martin Eger, Unternehmensentwickler und Projektmanager Dorr-Biomassehof GmbH & Co. KG

Herr Eger, Sie sind Unternehmensentwickler des Dorr-Biomassehofs und Experte für Holzpellets. Warum sollte ich mich als Hausbesitzer für eine Pelletheizung entscheiden?

Für alle, die möglichst umweltfreundlich heizen wollen, ist das wesentliche Argument, dass sie nicht mehr von fossiler Energie abhängig sind. Hinzu kommt, dass der Pellet, wie andere Holzbrennstoffe auch, C02-neutral verbrennt.

Wie populär ist das Heizen mit Pellets heute? Kann ich mich auf gesicherte Standards verlassen oder steckt dieses Feld noch in den Kinderschuhen?

Pelletsheizungen sind definitiv ausgereift. Das System hat sich etabliert. Die ENplus-Norm für Pelletsqualität sichert die Mindestanforderung an die Brennstoff-Qualität.

Im ländlichen Raum, vor allem im Süden, ist das Heizen mit Holz ohnehin etabliert und quai State of the Art.

Populärer ist das Heizen mit Holzpellets auch geworden, weil es durch staatliche Programme bezuschusst wird, die nachhaltige Heizungen fördern. Das immer größer werdenden Umweltbewusstsein in der Gesellschaft verstärkt diese Entwicklung zusätzlich.

Ich möchte also eine Pelletheizung installieren. Worauf gilt es bei der Auswahl der Anlage zu beachten? Brauche ich für die Lagerung der Pellets mehr Platz als für andere Heizungsanlagen?

Sofern das Haus die Voraussetzungen erfüllt, muss man nicht viel beachten. Mit einem pfiffigen Heizungsbauer ist es nahezu wie Plug and Play. Das alte System kommt raus und wird ersetzt. Der vorherige Lagerraum, z.B. für Öl, kann für die Pelletslagerung genutzt werden. Auch dort gibt es mittlerweile sehr smarte Lösungen, die einfach zu installieren sind. Mehr Platz braucht man nicht. Das ist alles kein Hexenwerk. Das Einzige, was dazukommt ist, dass der Ofen etwas mehr Pflege braucht, weil bei der Verbrennung Asche anfällt, die entsorgt werden muss.

Wenn ich mich für eine Anlage entschieden habe und Pellets einkaufen muss – wie finde ich das richtige Produkt für mich? Gibt es Qualitätsstandards?

Bei dieser Frage müssen wir unterscheiden, ob es um ein Zentralheizungssystem geht, das lose Ware benötigt oder ob nur ein kleiner Wohnzimmerofen vorhanden ist, für den Sackware ausreicht.

ENplus ist in jedem Fall der Mindeststandard, an dem sich jeder orientieren kann. Möchte ich Ware, die günstig ist und die Norm erfüllt, ohne besondere Qualitätsansprüche zu haben, dann kann ich einfach über Plattformen bestellen. Auch im Baumarkt bekommen Sie sehr günstige Sackware.

Wer höhere Ansprüche an seine Pellets hat, sollte in der Region nach einem Brennstoffhändler suchen, der Ware mit höchster Qualität anbietet. Die sicherste Variante ist, den Lieferanten oder Händler direkt anzufragen und mit Fragen zu konfrontieren. Wo kommen die Pellets her? Wie werden sie produziert?

Wie stelle ich sicher, dass Pellets aus Deutschland oder sogar aus meiner Region kommen, um klimaschädliche Importe zu vermeiden?

Normalerweise kann man das schnell rauskriegen, weil die Hersteller auf der Homepage mit ihrer Zertifizierungsnummer werben. Diese Nummer ist eindeutig einem Hersteller zugewiesen. Auf der Homepage des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e. V. (DEPV) kann man sich hierzu informieren.

Wie sicher ist meine Versorgung? Kann ich mich darauf verlassen, auch in 20 Jahren noch Pellets kaufen zu können?

Die Versorgung ist auf alle Fälle sicher, weil in Deutschland mehr produziert als verkauft wird. Auch in Kerneuropa kann man die Versorgung als gesichert bezeichnen. Das gilt für den Moment genauso wie auf lange Sicht.

Wie umweltfreundlich ist das Heizen mit Pellets?

Sehr umweltfreundlich, weil der Pellet CO2-neutral verbrennt. Die CO2-Bilanz in Gänze mit Transport und Logistik sieht zwar nicht mehr ganz so gut aus. Aber wir als regionaler Hersteller und Vertreiber, die auch CO2-neutral ausliefern, haben auch hierbei eine gute Bilanz. Generell gilt: Je näher der Lieferant dran ist, desto „grüner“ wird es.

Wie wird Ihre Pelletslieferung CO2-neutral?

Das erreichen wir durch Zertifikate. Unsere Partnerbetrieb, der Biomassehof Allgäu, verkauft Pflanzenkohle, die von Landwirten für den Humusaufbau eingesetzt wird. 1 Tonne Pflanzenkohle bindet 3 Tonnen CO2. Verkaufen wir 100 Tonnen Pflanzenkohle, werden damit 300 Tonnen CO2 gebunden. Für diese Bilanz werden Zertifikate ausgestellt.

Unsere Fahrzeuge produzieren beim Fahren eine Menge x an CO2 und fahren x Kilometer. Der Ausstoß der Fahrzeuge wird von den Zertifikaten kompensiert. Der zusätzliche Vorteil an diesem System ist, dass es im Allgäu bzw. in der Region passiert, weil Landwirt hier die Pflanzenkohle verwenden.

Warum sollte ich mich für eine Pelletsheizung und Pellets vom Dorr-Biomassehof entscheiden?

Wir arbeiten absolut transparent und offen mit dem Fokus auf unsere Region. Unsere Kunden kaufen außerdem direkt ab Werk, ohne Händlerumschläge, die die Qualität mindern. Bei uns ist es tatsächlich vom Werk zum Endkunden. Man kann jederzeit kommen und sich die Produktion anschauen. Mit der Energiemitfahrzentrale versuchen wir zusätzlich zur CO2-Neutralisierung auch die Tourenkilometer zu sparen und so die Klimabilanz unserer Pellets weiter zu verbessern.

Wer eine Alternativ zur fossilen Energie sucht, für den ist eine Pelletsheizung die Wahl der Dinge.

Herr Eger, wir danken für das Gespräch!

 

Gern beraten wir Sie persönlich.

Silvia Schütze Daniel Sommer

Silvia Schütze und Daniel Sommer, Pelletslogistik.
Hier erreichen Sie uns: 0831-540273-204